Zu schnelles Denken
24. November 2021
Schulze war in der Tunicht&Gut GmbH so etwas wie der Karl Lauterbach des Qualitätswesens.

Er ist wieder da
12. November 2021
Die Pandemie hatte ihre Spuren hinterlassen und das in jeder Hinsicht. Der Home-Office-Marathon hatte auch Schulze vollständig aus dem Tritt gebracht, nun war er zurück im Hamsterrad des geschäftigen Aktionismus und benötigte dringend eine Neukalibrierung seines Wertegerüstes. Was war noch wichtig? Welche Prioritäten gab es jetzt? Sollte er als Führungskraft sich nicht überwiegend mit wichtigen und nicht dringlichen Themen beschäftigen, wie es bereits W. Deming postuliert hatte? Die...

24. März 2020
Schulze befand sich im Home Office. Praktisch hatte er Zwangsurlaub, denn die IT-Infrastruktur seiner Firma war jämmerlich in die Knie gegangen, als die Pandemiewelle nach Wochen der Tatenlosigkeit und des Verharrens im Prinzip Hoffnung auch über die westliche Hightech-Hemisphäre schwappte und sie vollständig unter sich begrub. Binnen 24 Stunden musste der Betrieb kollektiv ins Home Office verlegt werden, das hatte der veralteten Technik samt IT-Personal den Rest gegeben.

30. November 2019
Schulze zuckte betont gleichgültig mit den Schultern und mit einem unwissenden Gesichtsausdruck gab er dem Sachverständigen zu verstehen, dass er keine Ahnung hatte, wovon dieser gerade sprach. In der Tunicht&Gut GmbH war es kürzlich zum GAU gekommen.

17. August 2019
Pacholke lehnte sich eindringlich auf das Rednerpult und schaute mit einer genüsslich zelebrierten Kunstpause bedeutsam ins Publikum. „Es geht nicht mehr ausschließlich um Rendite, meine Damen und Herren, es geht vielmehr um Purpose, um Sinn für unser wichtigstes Kapital im Wandel der digitalen Transformation, die neue Generation von hochperformanten Mitarbeitern! Sie alle, besonders aber die Generation K, sind mittlerweile auf der Maslow'schen Pyramide ganz oben angelangt!

28. Juli 2019
Schulze schnaubte vor Wut, sein Raum zwischen Reiz und Reaktion konnte verdammt schmal sein. Wieder einmal musste der Kunde die übersteigerte Risikofreudigkeit seines Unternehmens ausbaden und sich mit den unausgegorenen Produkten rumschlagen. Nun hagelte es Beschwerden im Hause Tunicht&Gut und Troubleshooting war wieder einmal angesagt.

04. Januar 2019
Schulze saß vor seinem Rechner und betrachtete nachdenklich den jüngsten Kennzahlenreport der Produktion. 20% Wiederholfehlerquote, Respekt, das war wirklich beachtlich! Zudem ein steil progressiver Verlauf der Anzahl an Problemmeldungen in den verschiedenen Fachbereichen, von der viel zu langen Problemlösungsdauer einmal ganz abgesehen. Schulze fragte sich, warum es den gut ausgebildeten Experten der Tunicht&Gut GmbH so schwer fiel, eine wirksame Problemlösungskultur zu etablieren.

09. Dezember 2018
Schulze kam kopfschüttelnd den langen Flur des neuen Bürokomplexes entlang gehastet. Was bildete sich dieser Pacholke eigentlich ein? Nur weil er Werkleiter war, gab es noch lang keinen Grund, ihn vor versammelter Mannschaft so herunterzuputzen. Und überhaupt, aus welch niederen Beweggründen heraus?

26. November 2018
Schulze hatte den gesamten Vormittag lustlos in einem blutarmen Workshop gehockt und gehofft, dass ihn vielleicht ein Probe-Feueralarm von seinem stillen Leiden erlösen würde. Aber selbst die Werkfeuerwehr schien mittlerweile agil zu sein und auf die schnöde Überprüfung von Prozess-Wirksamkeit verzichten zu wollen.

15. November 2018
Es war eine gelungene Abwechslung, der Ausflug mit Kollegen zum Jazz-Festival in die benachbarte Kleinstadt. Renommierte Jazzer aus aller Welt waren angereist und Schulze, der seit Jahrzenten selbst passionierter Saxofonist in kleineren Combos war, hatte sich richtig auf den Event gefreut. Al di Meola, John Scofield, Pat Metheny, Keith Jarrett, Till Brönner und andere Jazz-Größen gaben sich hier die Klinke in die Hand und ließen Schulzes Herz höher schlagen.

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Die Irrfahrten des Prozesseus

Erzählungen eines Abenteurers von den unberechenbaren Mysterien des Qualitätsmanagements.